Psychologische Beratung, Psychotherapie, Mediation, Coaching – was ist eigentlich was?

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Kürzlich war ich auf einer Geburtstagsfeier, wo ich unter anderem ehemalige Mitschülerinnen und Mitschüler traf, die ich zum Teil 30 Jahre lang nicht gesehen hatte. Wie erwartet kam irgendwann die obligatorische Frage auf, was man denn beruflich mache.

 

"Ich bin Psychologin." war stets meine Antwort.

Die Trefferquote der folgenden Reaktion war erstaunlich hoch: "Oh ja, die werden ja gerade dringend gebraucht."

Innerhalb weniger Sekunden stellte sich meist heraus, dass damit die langen Wartezeiten bei Psychotherapeutinnen und -therapeuten gemeint war. Nur entspricht genau das gar nicht meiner beruflichen Tätigkeit.

 

Was unterscheidet psychologische Beratung von Psychotherapie?

Ehrlich gesagt fällt es mir selbst manchmal schwer, das in wenigen Sätzen verständlich zu machen. Meine Faustformel lautet ungefähr so: 

 

Mein Angebot richtet sich an Menschen, die man als psychisch gesund bezeichnen würde, die aber vor einem Problem stehen, bei dem es ihnen schwerfällt, es alleine zu lösen. 

 

Psychotherapie hingegen setzt eine Diagnose voraus und behandelt eine anerkannte psychische Störung mit entsprechend anderen Zielen und einer weiterführenden fachlichen Qualifikation der Behandelnden.

 

Und was unterscheidet Mediation und Coaching von Beratung?

Bei der Mediation geht es um einen konkreten Konflikt zwischen zwei oder mehr Parteien. Meine Rolle dabei ist rein moderierend. Ich erteile keine Ratschläge und mein psychologisches Wissen fließt bewusst nicht in den Prozess ein. Die Lösung des Konfliktes liegt vollständig bei den Beteiligten selbst. Ich sorge lediglich für eine Atmosphäre, in der das überhaupt möglich ist.

 

Coaching ist der Rolle nach ähnlich zurückhaltend wie Mediation, dreht sich aber nicht um einen Konflikt, sondern um persönliche Entwicklung oder persönliche Ziele - meist bei einer einzelnen Person.

Ich selbst biete bewusst kein Coachin an, denn wenn es um persönliche Entwicklung geht, halte ich es für wirksamer, wenn psychologisches Fachwissen mit einfließt.

 

Für mich bleibt daher vor allem eine Frage entscheidend: 

Geht es um einen konkreten, abgrenzbaren Konflikt, dann ist Mediation der passende Rahmen - ab Herbst 2026 auch bei mir im Angebot. Oder geht es um ein persönliches Anliegen, bei dem psychologisches Wissen hilfreich ist, dann ist das der Bereich meiner Beratung.

 

Was, wenn ich eigentlich eine Psychotherapie brauche?

In der Praxis erlebe ich häufiger, dass jemand zu mir kommt, der tatsächlich eine anerkannte psychische Störung mit entsprechender Diagnose hat und eigentlich eine Psychotherapie benötigen würde. Das biete ich nicht an.

 

Was ich aber kann: Sie überbrückend begleiten, bis ein Therapieplatz gefunden ist, denn die Wartezeiten sind - wie meine ehemaligen Mitschüler und Mitschülerinnen ganz richtig vermutet hatten - oft lang.

 

Und jetzt?

Egal, ob Sie sich nach der Lektüre eher in der Beratung, in der Mediation oder tatsächlich im Bereich der Psychotherapie wiederfinden: Der erste Schritt ist immer derselbe. Über mein Kontaktformular können Sie sich melden und im kostenlosen Erstgespräch klären wir gemeinsam, welches Format zu Ihrem Anliegen passt.

 

Elvira Heier ist Psychologin (M.Sc.) mit Schwerpunkt Paar- und Beziehungsberatung, Stressbewältigung und Mediation im Rhein-Main-Gebiet.